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Mediterraneo


Six Songs on Poetry by Eugenio Montale


1. Forse un mattino

2. Mediterraneo

3. Felicità raggiunta

4. Upupa

5. La farandola dei fanciulli

6. Il girasole


für Cello-Gitarren Duo und SATB-Chor
               

Geschrieben für En Cuerdas

Dauer: ca. 14 Minuten
        
Komponist: Dusan Bogdanovic

                 

Mediterraneo wurde 2018 von Dušan Bogdanović für das Duo En Cuerdas, Cornelia Leuthold und David Talamante, komponiert. Es ist das erste Werk überhaupt, welches für die Besetzung Cello-Gitarren Duo und Chor geschrieben wurde. Inhaltlich vertont Bogdanović sechs Gedichte aus „Ossi di Seppia“ (Die Knochen des Tintenfisches) vom Italiener Eugenio Montale. Die Veröffentlichung der Gedichte „Ossi di Seppia“ um 1925 machte Montale als Schriftsteller bekannt. Fünfzig Jahre später erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Die sechs Lieder aus Mediterraneo stellen typische Elemente der Musik von Dušan Bogdanović dar: Polyrhythmik, Polymetrik, Jazzharmonien, Elemente aus der Folkmusik Afrikas und dem Balkan, Kontrapunkt, melodische Modi als eine komplexe Synthese ethnischer-, klassischer-, jazz- und zeitgenössischer Musik.


Das erste Lied Forse un Mattino (Vielleicht eines Morgens) besticht durch einen reichen Kontrapunkt mit einem wiederkehrenden und alternierenden Motiv. Die Musik und der Text, wie auch in den anderen Sätzen, sind streng miteinander verbunden. Die zwei Stanzen drehen sich um die Themen Existenz und Realität, welche durch kurze musikalische Skizzen zum Teil mysteriös repräsentiert werden.

Das zweite Gedicht Mediterraneo drückt die persönliche Beziehung von Montale mit dem Mittelmeer aus. Die Natur, das Meer, aber auch diverse Elemente dieser Landschaft sind von Bogdanović meisterhaft vertont und brillieren durch Rhythmik, Motivgestaltung und Tatendrang. Diese Weite ist ebenfalls im dritten Satz Felicità raggiunta (erreichtes Glück) zu empfinden. In seinem fast gänzlich elfsilbigen Gedicht sinnt Montale über das Glück und dem sich daraus resultierenden Leiden nach. Vielleicht wie auch andere Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, wollte Montale sich mit dieser Verslehre von den rigiden Schemen lösen und die Freiheit ausdrücken. Genauso verwendet Dušan Bogdanović komplexe rhythmische Passagen und erkundet mit der motivischen Textthematik mutierende 5/8, 7/8, 2/4, 3/4, 4/4, 5/4 und 6/4 Taktarten. Dieser 3. Satz ist für Sopran, Alt, Cello und Gitarre komponiert.

Das vierte Lied Upupa (Wiedehopf) stellt Jazzharmonien, jazztechnische und polyrhythmische Elemente dar. Die verschiedenen Rhythmen, Töne, Akzente, Synkopen und Artikulationen erinnern an die Klänge, Flüge und Bewegungen dieses Vogels. La farandola die Fanciulli (Die Farandole der Kinder) repräsentiert ein provenzalischer Tanz im 3/4 Takt. Das Lied stellt pentatonische Elemente, binäre Gegenrhythmen sowie zyklische Motiven dar. Das ganze Werk klingt mit der imposanten polymetrische Hymne Il Girasole (Die Sonnenblume) aus. Das Lied beginnt mit einer Kandez für Cello und Gitarre welche das Hauptmotiv darstellt. Entwickelt wird es wie das Wachsen einer Sonnenblume. Themen wie Transparenz, Erscheinung, Klarheit, Farben, Musik und die Essenz des Lebens sind sowohl poetisch als auch musikalisch verbunden und schliessen sie in einer exquisiten Kadenz mit einem erleuchtenden A-Dur ab.



Text: David Talamante

               Verlag: Les Éditions Doberman-Yppan

                      http://www.productionsdoz.com

                        Dusan Bogdanovics Website





Mit finanzieller Unterstützung durch die FONDATION SUISA und die Stadt Dübendorf

Première: Freitag, 5. April 2019, 19:30, Aula Hirschengraben, Zürich ZH, Schweiz
Auftritt: Samstag, 6. April 2019, 19:30, ref. Kirche, Wetzikon ZH, Schweiz
Auftritt: Sonntag, 7. April 2019, 17:00, Lazariterkirche Gfenn, Dübendorf ZH, Schweiz
Auftritt: Mittwoch, 10. April 2019, 19:30, Schloss Liebegg Gränichen AG, Schweiz
Dernière: Freitag, 12. April 2019, 19:30, Marianischer Saal, Luzern, LU, Schweiz